Wehrpflicht – Chance oder Relikt?

Wehrpflicht Chance oder Relikt? Hartmut Schober

von Hartmut Schober

 

Über Jahrzehnte hinweg war die Wehrpflicht fester Bestandteil der deutschen Verteidigungspolitik

Generationen von jungen Männern haben seit Gründung der Bundeswehr ihren Wehrdienst abgeleistet und damit im Kalten Krieg die Freiheit der westlichen Demokratien gesichert. Auch im Osten, in der DDR – jenem anderen deutschen Staat – waren deutsche Wehrdienstleistende zu finden, sie sicherten den realen Sozialismus gegen ihren Klassenfeind im Westen ab.

Nun ist das Vergangenheit, der Kalte Krieg nur noch eine Fußnote in den Geschichtsbüchern.

 

Wehrpflicht erfüllte essentielle Aufgabe

Die Wehrpflicht als solche erfüllte aber noch andere, nicht auf den ersten Blick ersichtliche Aufgaben in unserer Gesellschaft. Durch sie kamen junge Männer aus allen Gesellschaftsschichten unter gleichen Voraussetzungen zusammen; die Ausbildung zum Soldaten formte aus ihnen eine Einheit. Durch das gegenseitige Kennenlernen erhielten junge Menschen Einblicke in andere Gesellschaftsschichten und deren Lebensumstände, mit denen sie im zivilen Leben nur selten oder gar nicht Kontakt kamen. Es diente der Sohn des Bankdirektors zusammen mit dem des Landwirts, der Sohn des Oberschullehrers mit dem des Handwerksmeisters. Die Einblicke, die sie dabei erhielten, ermöglichten ein soziales Verständnis für andere Lebensumstände, das heute vielen jungen Leuten fehlt. Auch die Notwendigkeit, zusammen zu arbeiten und als Teil einer Gruppe zu funktionieren, wurde in der Grundausbildung vermittelt. Werte wie Disziplin, das friedvolle Zusammenleben in einer sozialen Gruppe und die zielgerichtete Bewältigung von Problemen, Durchhaltevermögen und Ausdauer waren Kernelemente der militärischen Ausbildung.

 

Dies trifft den eigentlichen Kern der Sache.

 

Niemand wird seine Heimat so verteidigen wie jemand, der als sozialisierter Bürger eines demokratischen Staates elementarer Bestandteil dieser seiner Heimat geworden ist. Das kann ich aus vollem Herzen heraus bestätigen, denn auch ich war einst ein Bürger in Uniform und habe im Kalten Krieg meinen Wehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet.

 

Orientierungslose Jugend

Wir haben heutzutage viele Jugendliche in unserer Gesellschaft, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Gemeinschaft sind. Andererseits verlieren innerhalb unserer Gesellschaft manche die Sorgen und Nöte anderer völlig aus dem Blick. Daraus resultiert eine soziale Erosion, die sich in der oft zitierten Verrohung, in steigender verbaler und physischer Gewaltbereitschaft bis hin zur Kriminalität bemerkbar macht. Wir sind alle eine Volks- und auch eine Schicksalsgemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland, nur gemeinsam, unter Einbezug aller Bevölkerungsgruppen, können wir Lösungen für drängende Probleme finden.

Könnte da eine allgemeine Wehrpflicht vielleicht ein wichtiger Mosaikstein sein? 18 Monate, die jeder junge Erwachsene für Staat und Gesellschaft leistet, quasi als Reifeprüfung für das Leben als mündiger Staatsbürger?

Neben wichtigen Werten und sozialer Kompetenz würde ein solcher Dienst an der Gesellschaft auch ermöglichen, Lücken zu schließen. So könnten wehrpflichtige Soldaten und/ oder waffenlosen Zivildienst Leistende im Straßenbau oder in der Altenpflege oder anderen sozialen Bereichen aushelfen. Ich denke da ausdrücklich an die Gesamtheit der Jugend! Alle jungen Männer und Frauen sollten dabei, völlig gleichberechtigt, ihre Kraft für die Gesellschaft einsetzen. Das würde ganz nebenbei so manchem jungen Mann mit Migrationshintergrund seine kruden Ansichten über Frauen austreiben. Niemand kann ernsthaft die guten Möglichkeiten anzweifeln, die ein solcher Wehr- und Staatsdienst bieten würde.

 

Die Gefahren einer Söldnerarmee

Abgesehen von der Sozialisation der Jugend gibt es einen weiteren Aspekt im Zusammenhang mit der Wehrpflicht, den ich betrachten möchte. Momentan stellt sich die politische Lage so dar, dass Politiker in ganz Europa auf Söldner zu setzen scheinen; Soldaten, die allein für Geld kämpfen und so scheinbar leichter zu kontrollieren und zu steuern sind. Nationalarmeen mit Wehrpflicht wurden in ganz Europa systematisch zu Berufsarmeen mit hauptberuflichen Soldaten umgewandelt.

Nun könnte man sagen, das es doch eine gute Sache sei, wenn der Polizei geholfen werde, egal von wem …

Was aber geschieht, wenn die politische Führung die Bundeswehr für ihre Zwecke einsetzt und unliebsame Demonstranten und Kundgebungen niederschlagen lässt? Oder gar eine der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs mit Waffengewalt seine politischen oder wirtschaftlichen Ziele in Deutschland durchsetzen will? Rechtlich ist ihnen das als ehemalige Besatzungsmächte nach wie vor gestattet. Die USA dürfen schließlich auch, ohne es der deutschen Regierung gegenüber anzuzeigen und es zu begründen, beliebig viele Truppen auf deutschem Boden stationieren, wie kürzlich wieder geschehen, als die US-Truppen in DE aufgestockt worden sind. Was also, wenn das Ausland seine Interessen in Deutschland gewaltsam durchsetzen möchte? Seit Trump gar nicht mehr so weit hergeholt, nicht wahr?

Ein Wehrpflichtiger wird sich zweimal überlegen, ob er gegen Eltern, Brüder, Freunde oder Nachbarn vorgeht, gar Waffengewalt gegen sie einsetzt, nur weil diese ihre Meinung kundtun. Bezahlte Eurosöldner dürften da deutlich weniger Skrupel haben. Ausländische Truppen erst recht nicht!

Das allein ist schon ein gutes Argument für die Wehrpflicht. Sie würde die bewaffneten Kräfte unseres Landes in der Bevölkerung – im Volk – verankern und einbetten, als Armee des Volkes. Somit wäre eine allgemeine Wehrpflicht auch ein sicherer Garant für die deutsche Demokratie und Meinungsfreiheit, als wichtiger Bestandteil des Staatsgefüges der Bundesrepublik Deutschland.

 

Zwangsarbeit?

Die Gegner einer allgemeinen Wehrpflicht entgegnen, man könne keine Zwangsarbeit für alle einführen. Nun frage ich mich, was dann die ganzen Wehrpflichtigen seit Gründung der Bundeswehr hatten erleiden müssen. Bis 2010 hatte die politische Führung keine Skrupel gehabt, sie einzusetzen. Waren das dann alles bedauerliche Opfer staatlich verordneter Zwangsarbeit?

Wohl kaum, die meisten sahen durchaus einen Sinn in ihrem Dienst am Vaterland, davon bin ich überzeugt.

Wer damals keinen Dienst an der Waffe leisten wollte, hatte die Möglichkeit, im Zivildienst aufzugehen beziehungsweise im Osten als Bausoldat der NVA zu dienen. Auch unsere heutige Jugend wäre perfekt geeignet für den – nennen wir Ihn mal – Staatshilfsdienst, aufgeteilt in die beiden Arme Wehrdienst und Zivildienst.

Ich würde sogar noch weiter gehen und einen solchen Dienst zur Grundvoraussetzung zur Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft machen und sogar zur Grundvoraussetzung, um überhaupt wählen gehen zu dürfen. Nur, wer etwas für die Gemeinschaft leistet, sollte meiner Meinung nach die Geschicke dieses Staates mitbestimmen dürfen, sprich: die Bürgervertreter und somit auch die Regierung wählen und sich zur Wahl stellen dürfen.

Dann würden wir auch nicht länger von Politikern regiert werden, die in ihrem ganzen Leben noch nie etwas gearbeitet haben. Eines der Hauptprobleme, warum sich viele Politiker und Politik in ihrer Gesamtheit so von der Bevölkerung abgehoben und jedweden Bezug zu den Problemen, Sorgen und Nöten der einfachen Bürger verloren haben, liegt genau darin begründet. Künftige Politiker würden während ihres Staatshilfsdienstes ihrer späteren Wählerschaft näherkommen und verstehen, was es bedeutet, körperlich hart zu arbeiten.

Auslandseinsätze

Kritiker beziehen sich ebenfalls auf die Gefahr für Wehrpflichtige bei Auslandseinsätzen. Dies ist ein Problem, was nun wirklich simpel zu lösen ist:

Natürlich sollten ausschließlich Zeit- und Berufssoldaten Auslandseinsätze bestreiten.

Sie kennen das Risiko, erhalten allgemein einen höheren Sold im Vergleich zu Wehrpflichtigen und haben ihren Beruf bewusst gewählt. Die Wehrpflichtigen wiederum könnten sogar dafür sorgen, dass Kräfte frei werden, die derzeit im Inland gebunden sind, und so indirekt die Einsatzkräfte im Ausland verstärken und unterstützen.

Zusammenfassend kann ich sagen: Ich verstehe die Vorbehalte der Politik gegenüber der allgemeinen Wehrpflicht nicht. Jene Vorbehalte ergeben nur Sinn, wenn die Berliner Politikelite eigene Ziele verfolgt, von denen der normale Bürger nichts erfährt oder erfahren soll. Wie sagte ein Innenminister einst, frei zitiert: »Alle Informationen über den Sachverhalt zu erfahren, könnten die Bürger verunsichern.«.

 

Zum Autor

Jahrgang ’71, Reservist der Bundeswehr, Waffenexperte und tätig in der Rüstungsindustrie. Wer mehr über diesen vielseitigen Autor erfahren möchte, sollte sein Debütwerk »Plan B« nicht verpassen – ab November 2018 im EK-2 Verlag erhältlich.

 

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„Hartmut Schober erzählt, unterstützt durch Tom Zola, von seiner Zeit beim Bund. Er versah seinen Grundwehrdienst in einer Phase der deutschen Nachkriegsgeschichte, in der sich die Welt zwischen einem verheerenden Krieg und einer friedvollen Auflösung des Ost-West-Konflikts entscheiden musste.

Auf humorvolle Weise befassen sich Schober und Zola mit den alltäglichen Absurditäten des Dienstes bei der Bundeswehr. Bärbeißige Ausbilder machen dem jungen Jäger Schober das Leben schwer, Darth Vaders Sturmtruppen besetzen einen Kölner Vorort und eine Horde US-Amerikaner zerlegt eine Kneipe … dies sind nur einige Beispiele für wahnwitzige Situationen, in die die Autoren den Leser katapultieren.“

 

 

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17 Kommentare
  1. Emil Wadenbeisser
    Emil Wadenbeisser sagte:

    Endlich mal jemand der eine klare Meinung dazu ausspricht, wo bei deutschen Politikern nur Wisch-Waschi-Geschwätz und Negatives dazu heraus kommt. Mir hat der Wehrdienst nicht geschadet und auch meinem Vater nicht, im Gegenteil, wir haben beide unser ganzes Leben lang davon profitiert. Allerdings gibt es zu viele linke Elemente in den Medien und zu viel Rücksichtnahme auf die linke Meinung in der Politik, um eine allgemeine Wehrpflicht hinzubekommen. Typisch für Deutschland in unserer Zeit, was Sinn macht und gut für Alle wäre wird unterdrückt. Hauptsache linke Chaoten können wieder ganze Stadtteile zerstören und normalen Bürgern ungestraft die Existenz rauben, wie in Hamburg geschehen. Da kann man als Deutscher nur noch den Kopf schütteln und verzweifeln.

    Antworten
  2. August Böhm
    August Böhm sagte:

    Die Vision eines Bundesarbeitsdienstes hat durchaus seine Berechtigung angesichts der sozialen Probleme mit unserer Jugend und der Migration in unserem Land.
    Leider werden die unfähigen polemisch agierenden Politiker der etablierten Parteien, wieder alles was in diese Richtung geht zerreden, blockieren und wenn sonst nichts mehr geht, den Vergleich zum Reichsarbeitsdienst der Nazis ziehen, der ja die bösen Autobahnen und Sportstadien gebaut hat. Am Ende wird eine weitere gute Idee im Gulli der deutschen Bundespolitik verschwinden, als hätte nie jemand etwas davon gehört. Eine Schande, aber so ist es in unserer aktuellen Politiklandschaft.
    Wenn wundert da noch, dass die Politikverdrossenheit stetik zunimmt und immer weniger Wähler wählbare Politiker ausmachen können. Mann erkennt kaum noch Unterschiede, zerstritten stehen die deutschen Parteien doch nur zusammen, wenn es daran geht sich am Futtertrog zu bedienen und sich die Einkünfte und Pfründe zu sichern die mit ihren politischen Mandaten einhergehen. Ein Futtertrog den die deutschen Wahlschafe beständig mit ihren Steuern füllen müssen. Denn mehr sind die Bürger nicht für die politische Elite der Bundesrepublik Deutschland. Fast schon ein Feudalsystem wie im Mittelalter. Die neue Inquisition steh ja auch schon in den Startlöchern. Im Mittelalter noch befeuert von der Furcht des einfachen Volkes vor dem Teufel und der Hölle haben in unserer Zeit Extremisten und Terroristen diesen Platz eingenommen. Die Zeiten mögen sich ändern, die Geschichte scheint sich aber zu wiederholen.
    Es lebe die Königin, ein Hoch auf Angela die Erste und ihre Vasallen!
    Schade nur, dass unsere Soldaten den Preis dafür bezahlen werden, wenn sie mit unzulänglicher Ausrüstung auf Himmelfahrtskommandos in aller Welt geschickt werden.

    Antworten
  3. Judge
    Judge sagte:

    Der freiwillige Dienst für den Staat ist an sich eine gute Sache und müsste verpflichtend für die gesamten (Männer und Frauen) in Frage kommenden Jahrgänge sein.
    Das Hauptargument gegen die Wehrpflicht sind aber die damit verbundenen Kosten. Wehrpflicht bedeutet u.a. mehr Infrastruktur, mehr Personal (Ausbilder, Verwaltung etc.), mehr Material. Da die ersten beiden zwangsläufig sind, wird im Endeffekt beim Material gespart werden müssen. Und da sieht es heute schon sehr schlecht aus. Deshalb plädiere ich für eine Aufstockung des Wehretats für besseres und mehr Material, deutlich verbesserte Anstellungsbedingungen und Leistungen für die Truppe, sowie für Programme für Zeitsoldaten. Das kommt im Endeffekt günstiger und ist effektiver, als eine Kopfzahlerhöhung. Die anderen grossen westlichen Armeen machen das vor.

    Übrigens: Deutschland ist Mitglied in der NATO, in sofern ist das Argument für eine Wehrpflicht als Vorsorge gegen eine Besetzung durch die Bündnispartner für mich vollkommen absurd.

    Antworten
  4. Emil Wadenbeisser
    Emil Wadenbeisser sagte:

    Besseres Material:
    Tja, das mit dem besseren Material klappt ja seit Jahren schon wunderbar…^^
    Ich würde Ihnen raten einige der anderen Blog-Beiträge hier dazu zu lesen.
    Spaß bei Seite, bei der in Deutschland üblichen Beschaffungspolitik wird das nie eintreten.
    Es wird nur zu mehr Skandalen und weiteren Schrottbestellungen kommen.
    Die anderen großen westlichen Armeen machen das vor?
    Ja stimmt, auch dort gibt es Beschaffungsskandale und Schrottmaterial.
    Und nicht zuletzt auch nur noch Söldner als Soldaten.
    Söldner waren, das lehrt einen die Geschichte, noch nie eine brauchbare Lösung.

    Wehrplicht und Bündnispartner:
    Es ginge bei einer Wehrpflicht auch nicht primär um die Vergrößerung der Kopfzahl, das haben Sie offensichtlich nicht verstanden, sondern um das Einbinden der Streitkräfte in eine Bevölkerung aus jungen Erwachsenen ohne Ziele für ihre Zukunft und desillusionierten Erwachsenen.
    Übrigens: Wurde jahrzehntelang der Einsatz der Bundeswehr im Ausland als absurd angesehen.
    Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch erscheint mir ebenfalls absurd, so wie die Wahl eines Clowns wie Trump zum Präsidenten einer der gößten Militärmächte der Welt.
    Die Drohung die NATO zu verlassen, wenn er seinen Willen nicht bekommt, stammt übrigens von ihm. Bei einem Politiker mit dem Verstand eines Kindes sind Kurzschlußreaktionen aus Trotz oder Unmut gar nicht so absurd.
    Das ihm dabei andere NATO-Staaten wie Britannien oder Polen folgen würden auch nicht.
    Die NATO ist nicht mehr als eine Interessengemeinschaft. Ändern sich die Interessen ändert das die Gemeinschaft. Besser wurde jedenfalls sehr selten etwas. Und mal an den Kalten Krieg erinnert wäre Deutschland das bevorzugte Schlachtfeld der NATO gewesen und ist es planerisch noch immer bei ähnlicher Gemengelage! Bei den aktuellen Spannungen zwischen NATO und Rußland wäre ich vorsichtig mit höriger Speichelleckerei bei der NATO und deren bisheriger und derzeitigen Führung den USA. Die USA haben nur ein einziges Interesse, nämlich die USA.

    Antworten
  5. Jill Münstermann
    Jill Münstermann sagte:

    Hallo zusammen,

    erst einmal vielen Dank für die anregende Diskussion.

    @ Emil Wadenbeißer: Was genau verstehen Sie unter Söldnern? Zeitsoldaten? Haben Sie Beispiele westlicher Armeen, die auf Söldner setzen?

    Liebe Grüße
    Jill Marc Münstermann

    Antworten
    • August Böhm
      August Böhm sagte:

      Tag auch,

      also das kann ich ihnen glaube ich auch beantworten.
      FRANKREICH und seine Fremdenlegion wären das prominenteste Beispiel.
      Aber auch GROSSBRITANNIEN setzt noch Ghurkas ein.
      SPANIEN und seine Spanische Legion (früher Fremdenlegion) nicht zu vergessen.
      Andererseits haben Sie durchaus recht Herr Münstermann.
      Man könnte Zeitsoldaten und erst recht Berufssoldaten durchaus auch als Söldner bezeichen.
      Auch sie kämpfen letztendlich für Geld.
      Auf diese setzen nahezu alle Nationen.
      (Söldner: Soldat der für Geld oder Sachwerte kämpft.)
      Daran ist meiner Meinung nach auch nichts auszusetzen.
      Man sollte aber eine ausgewogene Mitte finden.
      Es ist also eigentlich nur die Frage eine ausgeglichene Situation herzustellen zwischen bezahlten Kämpfern und wehrverpflichteten Bürgern in Uniform.
      Gefährlich wird es nämlich nur wenn Sölder die einzige bewaffnete Macht in einem Staat darstellen.
      Dafür gibt es zahlose Beispiel aus der Vergangenheit.

      Das die Strukturen mutwillig zerstört wurden, die man braucht um die Wehrplicht umzusetzen, ist auch kein stichhaltiges Argument Herr Judge.
      Strukturen kann man wieder aufbauen. Vielleicht wäre genau dies das Richtige, um die Bundeswehr mal von Grund auf komplett zu überholen.
      Das Weiterwurschteln wie bisher, ist jedenfalls auch keine Lösung.

      Viele Grüße
      August Böhm

      Antworten
  6. Jill Münstermann
    Jill Münstermann sagte:

    Ich hätte vielleicht schreiben sollen „… mehrheitlich auf Söldner setzen“. Die Fremdenlegionen der genannten Länder machen personell ja nur einen sehr geringen Anteil aus.
    Jedenfalls vielen Dank für Ihre umfangreiche Antwort!

    Antworten
  7. Judge
    Judge sagte:

    Ich freue ich über Ihre Rückmeldungen zu meinem Post zu diesem fast eingeschlafenen Blogeintrag.
    Sieht man sich bei der Diskussion um die Wehrpflicht den Personalbestand der BW in den Jahren der Wehrpflicht bis 1990 an, war der Personalbestand bei ca. 500.000 Mann (darunter auch Frauen). Dehnen Sie die Wehrpflicht oder Ersatzdienst auf alle Männer und Frauen eines Jahrgangs heute aus- zur Zeit sind das mehr als 700.000 Geburten- müssen Sie mir mal erklären wie Sie ohne massive Kopfzahlerhöhung (heute: weniger als 200.000 Personal) auskommen wollen, selbst wenn sich nur ein Drittel für die Wehrpflicht entscheiden würden. Die Folge wäre also wie oben erwähnt ein stark steigender Wehretat, genau wie es der von Ihnen so gescholtene amerikanische Präsident verlangt hat.
    Die Strukturen für die Wehrpflicht sind nicht mehr da und kommen auch nicht mehr zurück, genau so wenig, wie die Bedrohungen für die sie erschaffen wurden. Neue Bedrohungen und eigene Interessen sind heute zu meistern. Anstelle hier den Zustand zu beklagen, ist es an der Zeit für neue Modelle, wie Deutschland hierfür die besten Leute in für die BW bekommt. Damit hätte sich auch das von Ihnen definierte Söldner Problem erledigt. Die juristische Definition trifft es sowieso nicht.

    Antworten
  8. Emil Wadenbeisser
    Emil Wadenbeisser sagte:

    Nun Herr Judge,
    Sie scheinen wirklich in Ihrer eigenen Welt zu leben.
    In diesem Blogebeitrag wird mehr diskutiert als in den Anderem zusammen.
    Wie Sie da auf eingeschlafen kommen ist mit rätselhaft.
    Ihre geliebten Amis praktizieren übrigens das Prinzip der Ausgeglichenheit.
    Sie unterhalten eine Berufsarmee und halten mit der bürgerlichen Nationalgarde (Bürger in Uniform) dagegen.
    Die Drecksarbeit dürfen dann noch private Söldnerfirmen erledigen. Also alles dabei!
    Sollte ein größerer Krieg eintreten halten sie auch noch alle Einrichtungen und das Personal vor um Wehrplichtige zu Soldaten zu machen.
    Was Ihre Frage beantworten dürfte, es ist also möglich genug Einrichtungen vorzuhalten.
    Ihr unsinniges Bestehen darauf, dass die nötigen Einrichtungen für immer weg wären ist einfach nur lächerlich. Man kann alles wieder aufbauen und einrichten. Natürlich kostet das Geld, oder gibt es in Ihren Vorstellungen das moderne Gerät für die Truppe umsonst? Das würde mich wundern. Auch gehen Sie davon aus, dass alle Betroffenen die Wehrpflicht wählen würden.
    Eben so lächerlich, mehr als die Hälfte vermutlich sogar ca. 70% nach Umfragen, würde in den sozialen Hilfsbereich gehen. Oder einen Arbeitsdienst leisten wollen, wie bei den Bausoldaten der ehemalgen DDR.
    Sie denken eindeitig zu eingleisig mein Lieber Herr Judge.
    An Bedrohungen mangelt es nun wahrhaftig nicht, oder glauben Sie vielleicht die NATO macht zum Spaß Manöver in den baltischen Staaten.
    Noch nie war die Bundeswehr in mehr Konflikten verstrickt und jedes Jahr kommen Neue hinzu.
    Glauben Sie ernsthaft die Personalstärke würde da noch lange ausreichen? Lächerlich, einfach nur lächerlich.
    Sie reicht jetzt schon nicht mehr!
    Sie kommen hier doch auch nicht mit neuen Ideen. Das selbe Gewäsch das von den verantwortlichen Politikern immer kommt.
    Lösungen sehe ich aber keine, nicht mal im Ansatz.
    Hier im Blog werden die Mängel endlich mal mit Roß und Reiter benannt. Darüber sollten Sie froh sein Herr Judge.
    Nach jedem Rüstungsskandal sollte die Bundeswehr besseres Material bekommen und ausreichende Mittel.
    Alles leeres Geschwätz, seit man den HS30-Skandal schön reden wollte immer nur die gleichen Sprüche. Und das war in den 50ern!
    Von welcher juristischen Definition sprechen Sie bitte Herr Judge? Wehrpflicht, Söldner, oder was?
    Äußern Sie sich bitte etwas deutlicher als nur mit gehaltlosen Andeutungen, ohne jede Aussage.
    Falls Sie nicht wissen was Söldner sind, schlagen Sie die Bedeutung doch mal im Duden nach!
    Ich finde die Erklärung von Herrn Böhm trifft es genau.

    Aber zur Frage von Hern Münsterman:
    Ich kann mich den Ausführungen von Herrn Böhm nur anschließen.
    Auch was die Erklärung zu Berufs- und Zeitsoldaten anbelangt!
    Insbesondere das Gleichgewicht in den Streitkräften von bürgerlichen Soldaten (Bürgern in Uniform) und bezahlten Profikämpfern (Zeitsoldaten/Berufssoldaten) sollte stimmen, um eim demokratisches weiterbestehen der BRD zu sichern.
    In den meisten Eurostaaten ist aber eine einseitige Ausrichtung zu beobachten.
    Hier sollte man sich wirklich einmal ein Beispiel an den USA und ihrem Nationalgardensystem nehmen.

    Antworten
  9. Jill Münstermann
    Jill Münstermann sagte:

    Guten Morgen,

    schön, wie sich die Diskussion entfaltet.

    @Emil Wadenbeißer: Danke für Ihre ausführlichen Beiträge! Um ein gutes Diskussionsklima zu wahren, bitte ich Sie, die Meinungen anderer nicht als lächerlich herunterzuspielen. Es hört sich doch gleich viel freundlicher an, wenn Sie stattdessen schreiben, Sie seien anderer Meinung oder sähen das eben anders 🙂

    Liebe Grüße
    Jill

    Antworten
  10. Emil Wadenbeisser
    Emil Wadenbeisser sagte:

    Lieber Herr Münstermann,

    natürlich werde ich andere Meinungen mit Respekt behandeln. Hier ging es aber um Fakten die beständig und mehrfach ignoriert wurden. Da braucht es manchmal ein direktes Wort um das Gegenüber darauf hinzuweisen!

    MfG
    Emil

    Antworten
  11. Judge
    Judge sagte:

    Das schöne an der Diskussion ist, dass wir langsam Fortschritte machen. Die Truppenstärke und deren Zusammensetzung muss sich immer am Bedarf ausrichten. Offenbar gibt es also ausserhalb Deutschlands grösseren Einsatzbedarf insbesondere zur Stabilisierung zerfallender Staaten. Die Konsequenzen, z.B. Terrorismus und Flüchtlingsbewegungen sind bekannt. Und wie Sie schreiben, nimmt die Wahrscheinlichkeit für solche Einsätze zu. Umgekehrt wird die Wahrscheinlichkeit des grossen vaterländischen Krieges in allen Strategiepapieren als sehr gering beurteilt.
    Entsprechend muss die Truppe und Material aufgestellt werden. Die klassische Wehrpflicht ist in so einem Umfeld einfach nicht das richtige Mittel, weil sie Ressourcen, Geld, Material und Mannschaften etc. im Inland bindet. Was wir brauchen ist eine Aufstockung an Fähigkeiten, die für diese Art von Einsätzen geeignet sind.
    Also noch einmal kurz: Anstelle der Wehrpflicht ist das Geld besser für mehr und bessere Mannschaften und Material angelegt. Aber beides braucht die Bw.

    Das unschöne an der Diskussion ist, dass es hier allmählich sehr emotional wird. Gewisse Leute sollten doch erst einmal einen Post durchlesen, bevor sie lospoltern. Söldner werden juristisch nicht im Duden sondern von der Genfer Konvention definiert. Wenn Sie die gerade verlegt haben, empfehle ich Tante Wiki. Ein anderes Beispiel ist die Anzahl, wieviele junge Leute die Wehrpflicht wählen würden. Wir kommen auf die Selbe! Und, ja, ich glaube auch wir wollen alle die bestmögliche Armee. Anstelle hier also aufeinander einzudreschen, fände ich eine konstruktive Diskussion interessanter, wie das, meinetwegen mit einer reduzierten Dienstpflicht, zu erreichen wäre. Haben Sie da Vorschläge ausser der klassischen Wehrpflicht?

    Antworten
  12. Emil Wadenbeisser
    Emil Wadenbeisser sagte:

    Lieber Herr Judge,

    wer hier Stalin zitiert sollte lieber kleinere Brötchen backen bei seinen Kommentaren.
    Und wer sich hier auf Wikipedia bezieht weiß offensichtlich nicht um die großen Schwächen dieser Einrichtung.
    Wo buchstäbliche jeder unqualifizierte Poster praktisch ungeprüft seinen Senf dazugeben kann.
    Ich halte mich lieber an die Fakten und selbst erlebten Tatsachen.
    Söldner kämpfen für Geld und oder Sachwerte. Das ist eine Definition die seit dem Auftauchen dieses Berufes seine Gültigkeit hat.
    Juristische Spitzfindigkeiten sind hier nur eines: LÄCHERLICH!

    Soso Strategiepapiere wie die NATO-Pläne die Deutschland zum Schlachtfeld machen etwa? Meinten Sie diese Pläne?
    Diese liegen noch immer in den Schubladen der NATO-Planer.
    Also irgend jemand erwartet wohl noch größere Konflikte.
    Selbst die Niederlande läßt ihre Panzerfahrer noch bei der Bundeswehr trainieren, obwohl die Truppe eigentlich aufgelöst wurde und selber gar keine Panzer mehr im Bestand hat. Warum dieses teure Unterfangen, wenn in Zukunft keine Konflikte mit gepanzerten Kräften erwartet werden?
    Für internationale Einsätze sind Kampfpanzer schließlich nur selten geeignet. Und wenn in Holland gepanzerte Feindkräfte für möglich gehalten werden, wäre Deutschland längst ein Schlachtfeld zu solch einem Zeitpunkt. Sollte so ein Szenario wirklich einmal eintreten.
    Woher ich das weiß? Ich war dort im einem Planungsstab tätig, mein lieber Herr Judge.
    Und ja, das ist ein emotionales Thema für mich, gerade deshalb.
    Vielleicht muß man selber gedient haben um das wirklich zu verstehen.

    Das eine Modernisierung und Aufstockung der Bundeswehr gelingt bedarf einer funktionierenden Regierung und Wehrbeschaffung. Beides ist derzeit nicht verfügbar. Und war es schon lange nicht mehr. Auch in naher Zukunft wird beides nicht verfügbar sein, wie es derzeit leider aussieht.
    Sie sollten übrigens ihre provokanten Äußerungen zurückschrauben, ich werde nicht mehr auf ihre primitiven Versuche dazu reagieren.
    Aber noch ein letzter Hinweis:
    Das richtige Lesen sollten Sie offensichtlich selber erst einmal vollständig erlernen, mein lieber Herr Judge!
    Der Vorschlag wurde hier längst gemacht.

    Der geltende 2+4 Vertrag verhindert die massive Aufstockung der Bundeswehr als Berufsarmee, da die Gesamtzahl der Truppen hier gedeckelt ist.
    Man kann die Bundeswehr als Berufsarmee also gar nicht unendlich aufstocken.
    Eine Lösung für größeren Personalbedarf wäre also ein durch die Wehrpflicht versorgtes Nationalgardesystem, da dies den Vertrag nicht tangiert. Und so eine beliebige Zahl an Truppenstärke erlauben würde. Bei Bedarf könnten so Verluste der Berufsarmee einfach ausgeglichen werden. Und ja das würde viel Geld kosten. Ihr geliebter Präsident Trump möchte ja auch, dass Deutschland die vereinbarte Summe zur Verteidigung beiträgt, also wo ist das Problem?

    Übrigens:
    Wer sich hier hinter einem Pseudonym versteckt, sollte lieber etwas gesetzter auftreten und nicht ganz so großspurig als Richter über die Meinung Anderer, wie Sie Herr Judge!
    Oder sind Sie ein Provokateur des Verfassungsschutzes der hier Leute zu verhängnisvollen Äußerungen verleiten soll?
    Wäre ja nicht das erste Mal, dass solche untauglichen Versuche unternommen werden…

    Merken Sie sich das Herr Judge, hier werden Sie eher Exsoldaten treffen als Extreme, Sie können Provokationen also gern unterlassen.
    Weitere Versuche wären nur Eines: VÖLLIG ABSURD!

    Antworten
  13. Judge
    Judge sagte:

    Also, Herr Wadenbeisser (das ja wohl hoffentlich nicht ihr Klarname, oder?), wenn Sie nicht gerade die Vergangenheit und Gegenwart beklagen oder hier Leute als Agents Provocateurs und Soldaten als Söldner beschimpfen, können Sie ja durchaus noch einen vernünftigen Beitrag leisten. Die klassische Wehrpflicht ist nicht auf die Antwort auf die heutigen und künftigen Bedrohungen von innen (nein, nicht die Amerikaner) und aussen (dito). Dafür muss hier bei Truppe und Beschaffung nachgelegt werden.
    Auf der anderen Seite wäre eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung an der nationalen Sicherheit wünschenswert. Ein kluger Mensch (nicht Stalin) hat einmal etwas gesagt, wie: Probleme kann man niemals auf derselben Ebene lösen, auf der sie entstanden sind. Deshalb halte ich die Wehrpflichtdebatte für eine Sackgasse. Eine Art Nationalgarde wäre hier durchaus einmal ein paar Gedanken wert. Auch wenn wir in Deutschland da keine Tradition haben, ausser vielleicht beim ehemaligen BGS, sind diese Art paramilitärischer Einheiten in Europa Gang und Gäbe (Carabinieri, Guardia Civil, Garde Nationale u.v.m). Diese Einheiten wären im Gegensatz zur Bw flexibler einsetzbar, könnten die klassische Armee, aber auch die Polizei bei gewissen Aufgaben wie Grenzschutz, innere Sicherheit etc. entlasten und würden bei Bedarf aber auch als Reserve bereitstehen. Der Unterhalt wäre deutlich günstiger als der einer Armee und könnte auch mit über die Bundesländer finanziert werden. Ich denke auch, dass dieses Angebot durchaus interessant für breite Bevölkerungsgruppen wäre. Damit würde die immer grössere Kluft zwischen Bevölkerung und Sicherheitsorganen geschlossen werden.
    Dies ist ein Denkanstoss für uns alle. Eine weiter Vertiefung und Diskussion gehört nicht mehr hierher, sondern in einen neuen Beitrag im Blog oder sonst wo.
    Mehr kann ich zum Thema Wehrpflicht an dieser Stelle nicht beitragen. Man trifft sich bei einem neuen Thema wieder. Versprochen!

    Antworten
    • Emil Wadenbeisser
      Emil Wadenbeisser sagte:

      Mein guter Herr Judge, oder wie Sie auch wirklich heißen mögen,

      dümmliche Späße über meinen Namen (Vor- und Nachnamen) habe ich im Laufe meines Leben wohl schon alle gehört. Die können Sie sich also getrost hier und jetzt und in aller Zukunft vollständig sparen.
      Ich beschimpfe niemanden, lege es Ihnen Herr Judge, aber ganz speziel zur Last, provozieren zu wollen, wie der Bezug zu meinem Namen deutlich zeigt. Sie sind also schon einmal ein Provokateur, ob staatlich bestellt oder nicht, sind Sie einer.
      Das legt auch ihre arrogante Grundhaltung nahe.
      Wo bitte beschimpfe ich Soldaten?
      Warum sollte ich Kollegen beschimpfen, das macht wohl keinen Sinn. Wie viele Ihrer anderen Äußerungen übrigens auch, Her Judge.
      Berufssoldaten sind nun einmal bezahlte Kämpfer, also Söldner, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die Zeiten der ideologischen Soldaten in Heimat-Heeren ist lange vorbei. Heute wird für Geld gekämpft in den westlichen Armeen. Das ist es doch auch was Sie Herr Judge explizit wollen, nicht war?
      Sie scheinen sich für Ihre eigene Meinung zu Schämen, wozu sonst die Heimlichtuerei mit Ihrem Namen.
      Woher nur dieser Hass auf die Wehrplicht?
      Sie hat lange Jahre gute Dienste geleistet und auch Ihre Redefreiheit hier gewährleistet. Selbst Ihre geliebten USA halten sie sich in der Hinterhand und auch in Deutschland ist sie nur ausgesetzt.
      Eine umfassende Wehrplicht würde alle jungen Erwachsenen erreichen und gleichzeitig die Reihen der sozialen Paralleldienste füllen. Es müsste nicht einmal Wehrplicht heißen, man könnte es auch Bundesarbeitsdienstpflicht nennen. An der Sache selbst ändert dies nichts. Aber Leuten wie Ihnen ist Wortklauberei ohnehin wichtiger als das Endergebnis. Sie sollten in die Politik gehen, das würden Sie nahtlos dazu passen Herr Judge.
      Das Sie Herr Judge, gern Armee und Polizei vermischen würden, zeugt nur von ihrer Inkompetenz und Ihrem Unwissen in Sachen Geschichte. Immer wenn so etwas gemacht wurde waren die Folgen verheerend und praktisch immer führte es zu restriktiven Diktaturen. Das die BRD hierzu die ersten Schritte gemacht hat, halte ich für extrem besorgniserregend und ein fatales Zeichen des Unvermögens die innere Sicherheit weiter umfassend zu gewährleisten. Es gibt genug Sicherheitsorganisationen in der BRD, aber wie die BW sind sie falsch oder schlecht ausgerüstet, organisiert und/oder aufgestellt. Hier sollte man ansetzen! Nicht bei einer Vermischung von Polizei und Militär. Panzer auf deutschen Strassen und in deutschen Innenstädten braucht niemand.
      Interessant, dass Sie in keinem Fall vermögen meine Fakten zu widerlegen, sondern nur wie eine kaputte Schallplatte ihre persönlichen Wünsche wiederholen. Daran ist so gar nichts Konstruktives, mein lieber Herr Judge.
      In so fern könnten Sie sich Ihre Kommentare zu anderen Blog-Einträgen auch schenken.
      Auch Ihr ständiges Beharren darauf ich wolle der BW eine Modernisierung zu Gunsten der Wehrpflicht verweigern, entbehrt jeder Grundlage.
      So etwas habe ich nie gesagt. Im Gegenteil bin ich dafür Beides zu tun. Die BW war im Kalten Krieg immer mehr oder weniger gut ausgerüstet, aber bei einem höheren Personalbestand damals! Deutlich besser als heutzutage und das obwohl dem deutschen Staat noch nie mehr Mittel zur Verfügung standen. Ihr kindischer Glaube die wehrtechschnisch inkompetenteste Regierung, welche die BRD je hatte, würde es schon richten, nur mit mehr Wehrausgaben und mehr Personal, ist fast schon drollig! Insbesondere wenn man an die bisherige Wehrbeschaffung und die Entscheidungen zur BW denkt.
      Wer glauben Sie eigentlich wer Sie sind Herr Judge, hier Diskussionen für beendet zu erklären? Es gibt noch andere Menschen ausser Ihnen. Wenn sie hier mitreden möchten, sind diese Interessierten mir hier jederzeit herzlich willkommen.
      Auf arrogante selbstherrliche Zeitgenossen, wie Sie Herr Judge, kann man aber überall gut verzichten!

      Antworten
  14. August Böhm
    August Böhm sagte:

    Guten Tag zusammen,

    ich möchte mich hier auch noch einmal zu Wort melden!

    @ Herr Judge und Herr Wadenbeisser:
    Sie sollten Beide verstehen, dass dieses Thema sowohl von emotional beteiligten, selbst betroffenen Personen und gar nicht mit der Materie selbst zu tun habenden, damit nur abstrakt vertrauten Leuten, geführt wird. Beide haben die Berechtigung ihre Meinung dazu kund zu tun. Allerdings sollte JEDER von Ihnen den Standpunkt des jeweils Anderen respektieren.

    @ Herr Münstermann:
    Ich hätte es gern gesehen wenn Sie hierbei beide Seiten zur Ordnung gerufen hätten. So bleibt leider ein parteiischer Nachgeschmack hängen.

    @Herr Judge:
    Ich finde es bodenlos Anmaßend von Ihnen, hier für alle Anderen zu entscheiden, wann über ein Thema genug geredet und diskutiert wurde.
    Es kann nie genug über so wichtige Themen diskutiert werden! Merken Sie sich das bitte!

    Zum Thema:
    Warum wird immer über eine Wehrpflicht gestritten? In der Politik ist es völlig normal Dinge anders zu benennen um sie der breiten Masse besser zu verkaufen.
    Man bekommt den Eindruch der Wortteil „WEHR“ soll die Öffentlichkeit möglichst sofort abschrecken, um das Thema im Keim zu ersticken.
    Mein Vorschlag wäre eine allgemeine Bundesdienstpflicht für alle Personen (Männlich, Weiblich, Gender etc.) über 18 Jahren, von mindestens einem Jahr Dauer. Besser wären 18 Monate (1,5 Jahre).
    Wobei die Dienstverpflichteten die Wahl hätten, in einer der drei neu aufzubauenden Einrichtungen, wie einer Bundes-Nationalgarde den Wehrdienst zu leisten, im Bundesarbeitsdienst als Arbeiter, z.Bsp. im Strassenbau oder als Erntehelfer zu arbeiten, oder im Bundessozialdienst in Krankenhäusern, Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen, zu arbeiten. Also quasi ein Dreilinienkonzept. Da dürfte für jeden etwas dabei sein.
    Auch die Idee, als Anreiz dazu, das Ganze mit der Wahlberechtigung zu verbinden gefällt mir sehr gut. Öffentliche Ämter und politische Posten sollten ebenfalls an diese Bundesdienstpflicht gebunden werden. Das sollte wirkungsvoll die immer größer werdende Klufft zwischen Volk und Politikern wieder verkleinern. Nichts hinterläßt so tiefe Eindrücke wie eigene Erfahrungen!
    Die Bundeswehr sollte hier aussen vor Bleiben, da sie in Ihrer effektiven Truppenstärke durch Verträge beschränkt wird und eine langfristige Aufstellung für alle zukünftigen Eventualitäten (weitere Auslandseinsätze/wieder nötig gewordene Landesverteidigungskonzepte) nur mit einer weiteren militärischen Organisation abgedeckt werden kann (Bundes-Nationalgarde), die nicht von den geltenden Verträgen erfaßt wird. Bei Bedarf könnten Soldaten aus den Reihen der Bundes-Nationalgarde dann Verluste in der Bundeswehr ausgleichen. Ansonsten wäre die territoriale Bundes-Nationalgarde für die Verteidigung der BRD und die Bundeswehr für internationale also exterritoriale Einsätze zuständig! Im Falle der Landesverteidigung hätte man gleich zwei qualifizierte Truppen zur Verfügung. Die Bundeswehr als Berufsarmee ist eine nicht mehr zu ändernde Tatsache. Leider wurden die Weichen dazu bereits gestellt und die Brücken zurück abgebrochen. Nichts spricht aber gegen den Aufbau einer Bundes-Nationalgarde als zusätzlicher Schutzmacht und Gegenpol zu den fürs das Kämpfen bezahlten hauptberuflichen Soldaten der Bundeswehr und vielleicht bald der politisch angestrebten gemeinsamen Euro-Armee. Bürger in Uniform würden dann Seite an Seite mit Berufssoldaten für die Sicherheit Deutschlands garantieren und die demokratische Bundesrepublik gegen innere und äussere Feinde schützen! Wie ich finde ein lohnendes Ziel und ein gesunder Kompromiß!
    Letztlich sollte Deutschland die so lange vernachlässigte Pflicht zur Verteidigung von Land und Bevölkerung wieder ernster nehmen und sowohl die Bundeswehr, als auch eine neu gegründete Bundes-Nationalgarde mit dem Besten versorgen, was die deutsche Rüstungsindustrie bereitstellen kann. Dies wird sehr viel Geld kosten, keine Frage, aber wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit dafür gekommen, wo die Steuereinnahmen sprudeln, wie nie zuvor! Das dies nicht immer einfach werden wird, ist kein Geheimnis, wie die Schwierigkeiten zeigen ein neues Sturmgewehr für die Bundeswehr zu finden. Ganz aktuell sind, wie heute erst gemeldet, alle Anwärter auf die Nachfolge des G36-Gewehrs beim laufenden Auswahlverfahren durchgefallen. Es wird also in jedem Fall ein langer steiniger Weg. Aber eine wie von mir vorgeschlagene Bundesdienstpflicht wäre der erste Schritt auch die maroden Politik- und Beschaffungspraktiken zu ändern.
    Alles kann hier aber nur langfristig angelegt funktionieren. Schnelle hingepfuschte Notlösungen haben uns die aktuellen Probleme erst geschaffen.
    Irgendwann sollte man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und neue Wege gehen!

    Mit freundlichen Grüßen!
    August Böhm

    Antworten
  15. Jill Marc Münstermann
    Jill Marc Münstermann sagte:

    Meine Bitte, sachlich zu diskutieren, richtet sich natürlich an alle Diskussionsteilnehmer.

    Liebe Grüße
    Jill

    Antworten

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